Eine Ethnologie der Literatur: Irene Albers über Michel Leiris

Beiträge, Französisch

Björn Bertrams, „Eine Ethnologie der Literatur: Irene Albers über Michel Leiris“, Vorabdruck der Rezension in Romanische Studien.


Vorabdruck

Eine Ethnologie der Literatur

Irene Albers über Michel Leiris

Björn Bertrams (Oldenburg)

Irene Albers, Der diskrete Charme der Anthropologie: Michel Leiris’ ethnologische Poetik (Göttingen: Konstanz University Press, 2018), 904 S.

„Est-ce que la poésie existe en France?“[1], wird Michel Leiris in Äthiopien gefragt. Die Fragende ist Emawayish, eine Amharin, über die Leiris im Herbst 1932 in eine erotische Faszination gerät. Zu dieser Zeit macht die berüchtigte Forschergruppe der Mission Dakar-Djibouti, der Leiris als „sécrétaire-archiviste“ angehört, für sechs Monate in Gondar Station, der ehemaligen Hauptstadt des Kaiserreichs Abessinien. Dass Poesie eine kulturelle Errungenschaft darstellt, die nicht unbedingt jeder Gesellschaft zugetraut wird, wäre ein naheliegender Gedanke, der einem Franzosen zur Kolonialzeit in den Sinn kommt. Doch Leiris trifft die Frage in ‚verkehrter‘ Richtung, sie konfrontiert ihn als Anderen, als Unbekannten. Durch Emawayishs Frage wird klar: Eine Primitivierung der Anderen findet nicht allein unter europäischen Voraussetzungen statt, die Infragestellung fremder Hochkultur (ein leidlicher Begriff) ist ein transkulturelles Phänomen. Unter diesem Blickwinkel ist die Frage, ob in Frankreich so etwas wie Poesie existiert, genauer: ob in Frankreich eine derartige Poesie existiert wie bei den Amharen, verständlich – sie macht den Franzosen allerdings um eine Antwort verlegen.

Gibt es Poesie in Frankreich? Wenn ja, in welcher Form? Ist sie vergleichbar mit dem, was man als „Poesie“ in Dakar, Bamako, Ouagadougou, Abomey, Yaoundé (Orte, die auf Leiris’ Route lagen) oder eben in Gondar antrifft? Die Verunsicherung, die mit der Infragestellung eines scheinbar selbstverständlichen Literaturverständnisses einhergeht, ist ein Zustand, den Leiris durchaus sucht, ein Denkmodus auch, dem er sich verpflichtet und den er fortwährend – von den surrealistischen Anfängen bis zu den autobiographischen Texten des Spätwerks – literarisch produktiv macht. Die ethnographische Entselbstverständlichung kultureller Institutionen wie Literatur, Kunst oder Theater geht dem autobiographischen Werk voraus, für das Leiris als Autor bekannt wurde. Irene Albers, Professorin am Institut für Romanische Philologie und am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin, legt nun eine umfassende Studie vor, die Leiris’ ethnographische Erfahrungen und seine ethnologischen Lehrjahre (bei Marcel Mauss) als Voraussetzung für seine literarische Praxis auffasst, eine Praxis, die das eigene Schreiben immer wieder ethnologisch be-fremdet, um sich über die sozialen wie individuellen Gesetzmäßigkeiten und Funktionen von Literatur klarzuwerden.

Leiris selbst hat betont, dass er seine Tätigkeiten als Ethnologe und als Schriftsteller stets voneinander separiert ausübe, die ethnologischen Arbeiten in seinem Büro im Souterrain des Musée de l’Homme anfertige, die literarischen Texte am Schreibtisch zu Hause. Die markante räumliche Trennung suggeriert eine völlige Unabhängigkeit der beiden Aktivitäten. Nichtsdestoweniger verlaufen Leiris’ Textproduktionen simultan: Die Abfassung der ethnologischen Abschlussarbeit über die Geheimsprache der Dogon (La langue secrète des Dogon de Sanga) überschneidet sich zeitlich mit der Arbeit an Biffures, dem ersten Band der autobiographischen Tetralogie La règle du jeu; beide Texte erscheinen 1948.[2] Während Leiris am zweiten Band Fourbis (1955) schreibt, entstehen auch die ethnologischen Auftragsarbeiten für die UNESCO (Race et civilisation, 1951; Contacts de civilisations en Martinique et en Guadeloupe, 1955). Und schon für die Fertigstellung des Manuskripts von L’âge d’homme (1939) brauchte es wohl den Afrikaaufenthalt und die Veröffentlichung des Expeditionstagebuchs L’Afrique fantôme (1934). Irene Albers zieht nun aus den unterschwelligen Korrespondenzen zwischen Ethnologie und Literatur bei Michel Leiris die entsprechenden Konsequenzen für die Forschung, nähert sich dem Gesamtwerk über die Ethnologie und geht von dort aus der „spezifische[n] Komplementarität der beiden Seiten seines Werks“ nach (38).

Die in der internationalen Forschung bislang umfangreichste Monographie über Leiris schlägt einen großen Bogen: Nach einem forschungsprogrammatischen „Prolog“ setzt Albers bei der Pariser Avantgarde an, erläutert die primitivistische Afrikabegeisterung und Jazzeuphorie der Zwischenkriegszeit sowie die Institutionalisierungsphase der französischen Ethnologie. Diese Fäden aus Künstler- und Wissenschaftsmilieu laufen im Kapitel über die Zeitschrift Documents (1929–1931) zusammen, in der Surrealisten, Ethnologen, Archäologen und Kunsthistoriker aufeinandertrafen. Danach fokussiert die Studie Leiris’ ethnologische Beschäftigungen, von den Tagebuchaufzeichnungen zur Mission Dakar-Djibouti zu den Auseinandersetzungen mit dem abessinischen Besessenheitskult zar und der rituellen Geheimsprache der Dogon. Die beiden anschließenden Kapitel legen die für Leiris’ Poetik zentrale Rezeption des ‚Protosurrealisten‘ Raymond Roussel offen und untersuchen die publizistischen Bildpraktiken rund um L’Afrique fantôme. Von Leiris’ ethnologischer Poetik ausgehend wirft Albers dann einen Blick auf verwandte, zeitgenössische Unternehmen, die aus dem Collège de Sociologie (1937–1939) hervorgehen, dem Leiris ebenfalls angehörte, und die Literatur als ethnologischen oder soziologischen Gegenstand konzeptualisieren, und auf Neujustierungen des weltliterarischen Kanons, wie sie durch die Négritude-Bewegung, aber etwa auch durch Raymond Queneaus enzyklopädisches Projekt einer Histoire des littératures (1955–1958) versucht wird. Ein Epilog geht Leiris’ Forschung über den karibisch-französischen Kulturkontakt auf den Antillen nach und profiliert die postkoloniale Position des martinikanischen Autors Édouard Glissant als eine, die ganz wesentlich von der Beschäftigung mit dem Ethnologen Leiris profitiert.

Albers’ Buch geht also weit über eine philologische Werkexegese hinaus und erschließt die wichtigsten Kontexte einer Poetik, die auf Basis ethnographischer Erfahrung die fortwährende Verunsicherung des eigenen Literaturverständnisses betreibt. Im Gegensatz zur frühen literaturwissenschaftlichen Leiris-Forschung, die seine autobiographischen Texte vor allem unter semiotischen und gattungstheoretischen Aspekten behandelte,[3] setzt Albers die ethnologische Disposition von Leiris’ Texten sehr hoch an. In der Ethnologie habe Leiris eine Möglichkeit gefunden, das surrealistische Projekt fortzusetzen, das im Versuch bestand, hinter die ausdifferenzierte Moderne mit ihren klaren Aufgabenverteilungen zurückzutreten (41, 47). Albers schließt an solche Forschungen an, die den Ethnologen Leiris überhaupt erst seit Ende der 1970er Jahre allmählich wiederentdecken. Dazu gehören wegweisend die Arbeiten von Hans-Jürgen Heinrichs in Deutschland und James Clifford in den USA, die – aus unterschiedlichen akademischen und publizistischen Kontexten heraus – Leiris’ ethnologische Texte für verschiedene Publika zugänglich gemacht haben.[4] Mit „ethnographic surrealism“ hatte Clifford ein Konzept geprägt, das die surrealistische Darstellungsweise mit ihren fragmentarischen und montierenden, nichtsdestoweniger dokumentierenden Verfahren zum zukunftsweisenden Modell einer selbstkritischen anthropologischen Kulturwissenschaft machte.[5] Cliffords Leiris-Lektüre bereitet den anthropologiekritischen Coup Writing Culture (1986) vor,[6] findet also im Zuge der reflexiven Rückwendung der US-amerikanischen cultural anthropology auf sich selbst statt und entfremdet insofern den zur Veröffentlichungszeit von L’Afrique fantôme (1934) noch nicht einmal voll ausgebildeten Ethnologen Leiris seinem zeitgenössischen Umfeld. Dagegen bemühen sich darauffolgende literaturwissenschaftliche Arbeiten um kulturhistorische Differenzierungen. So erscheint Leiris’ Feldforschungstagebuch L’Afrique fantôme bei Vincent Debaene in einer Reihe „zweiter Bücher“, die die französische Ethnologie während ihrer Konsolidierungsphase zu einer intellektuell-literarischen Öffentlichkeit hin offen halten, und wird damit wieder in die Partikularität des französischen Kontexts integriert.[7] Wenn Debaene im Verlauf seiner Studie die Fragerichtung von der „ethnologie au miroir de la littérature“ zur „littérature au miroir de l’ethnologie“ umkehrt,[8] dann weist er bereits in die Richtung, die Albers nun geht.

Anstatt Literatur als Referenzgröße anzulegen, um etwa Stil, Rhetorik, Form und Struktur ethnographischer Texte zu untersuchen – wie es in Writing Culture praktiziert wurde –, blickt Albers mit Leiris aus einer ethnologischen Perspektive auf Sprache, Literatur, Autobiographie, Rolle des Autors, etc. Damit begibt sich die Literaturwissenschaftlerin nicht auf eine überlegene Position, von der aus sie einer wissenschaftlichen Ideologiekritik gemäß ethnologische Texte zerlegt.[9] Ihr Umgang mit Leiris ist vielmehr bedacht in den Kontextrekonstruktionen, sorgfältig in den Textlektüren und immer um ein eingehendes Verständnis bemüht. Zu diesem Verständnis trägt Albers’ programmatische Rekalibrierung des Forschungsfeldes um Literatur und Ethnologie Erhebliches bei: Ihr geht es um „ethnologische Theorien und Konzepte als Medium der Redefinition europäischer und moderner Begriffe von Literatur“ (19); nicht eine „Literarisierung der Ethnologie“ ist ihr Thema, sondern die „Ethnologisierung von Literatur“ (25–46). Damit entspricht sie der weitgehend strikten Trennung ethnologischer und literarischer Arbeiten, die Leiris auszeichnet, und zeigt zugleich eine Perspektive auf, in der sich Leiris’ selbstbezügliche Literatur immer auch als Produkt einer kontinuierlichen ethnologischen Reflexion erweist. Leiris’ „ethnologische Poetik“ besteht schließlich in einer ethnologisierenden, auch primitivierenden Betrachtung des Selbst und seiner Kultur. Die autobiographische Schreibpraxis, wie Leiris sie nicht nur ausführt, sondern auch im Vollzug reflektiert, erscheint dann im Licht einer Initiationssprache oder einer kultischen Besessenheit (vgl. 26). Mit dieser Konzeption der „ethnologischen Poetik“ bringt Albers Klarheit in die ethnologisch interessierte Leiris-Forschung, insbesondere auch deutscher Provenienz: Während etwa Heinrichs Leiris’ Texte unter Maßgabe einer identitätslogischen Dialektik vom Fremden im Eigenen und Eigenem im Fremden liest,[10] wird bei Albers nun

[d]ie Erfahrung von Alterität […] zu einem transkulturellen Bezugspunkt für die Auseinandersetzung mit kulturell verschiedenen Formen der Symbolisierung und Darstellung, damit auch des Begriffs von Literatur und ihren Praktiken. Was Leiris in Afrika erfährt, ist weniger „das Fremde im Eigenen“, als daß ihm die „eigenen Fragen“ von Emawayish und anderen „als fremde“ zurückgegeben werden. (116)

Um Leiris’ ethnologische Poetik so konsequent und gründlich zu rekonstruieren, wie Irene Albers es tut, bedarf es eines langen Atems. Sie betont gelegentlich die geringe Leserschaft, die Bücher wie Roussels Impressions d’Afrique oder gar Leiris’ ethnologische Diplomarbeit (490, 544) je erreichten. Es sind spröde, sperrige Texte, die für die Kenntnis der Leiris’schen Poetik zentral sind. Albers’ akribische und mit 1,6 kg schwergewichtige Studie kommt solcher Beschaffenheit in mancher Hinsicht nahe. Neben Marcus Hahns zweibändiger Gottfried-Benn-Sektion fände sie einen angemessenen Platz im stabilen Philologenregal.[11] Würde einen heute eine Emawayish ähnlich sehende Frage erreichen: „Was ist Wissenschaft in Deutschland?“, man wäre versucht zu antworten: „Besessenheit“. Irene Albers’ Buch sind jedenfalls mehr Leser zu wünschen, als Roussel sie wohl gehabt haben mag; eine Übersetzung ins Englische oder Französische wäre dazu hilfreich.

  1. Michel Leiris, „L’Afrique fantôme“, in ders., L’âge d’homme = L’Afrique fantôme, hrsg. von Denis Hollier (Paris: Gallimard, 2014), 35–706, hier 488 (kursiv im Orig.).
  2. Vgl. die Werkchronologie von Louis Yvert, Bibliographie des écrits de Michel Leiris, http://bljd.sorbonne.fr/Actualites/p30/Bibliographie-de-Leiris aufger. am 14.02.2019.
  3. Philippe Lejeune, Lire Leiris: autobiographie et langage (Paris: Klincksieck, 1975); ders., Le pacte autobiographique (Paris: Seuil, 1996 [1975]); Gérard Genette, Mimologiques: voyage en Cratylie (Paris: Seuil, 1976).
  4. Hans-Jürgen Heinrichs verantwortet die deutsche Herausgabe der Ethnologische[n] Schriften im Syndikat-Verlag (Bd. 1: Die eigene und die fremde Kultur, 1977; Bd. 2: Das Auge des Ethnographen, 1978; Bd. 3 und 4: Phantom Afrika, 1980/1984; Übersetzer: Rolf Wintermeyer) und diverser literarischer und essayistischer Schriften im Qumran-Verlag (vier Bände ab 1981) und macht damit Leiris für das deutschsprachige Publikum bekannt, von dem bis dato nur L’âge d’homme (dt. von Kurt Leonhard: Mannesalter, 1963) in einem Publikumsverlag erschienen war. Heinrichs veröffentlicht auch eine werkbiographische Einführung zu Leiris: Ein Leben als Künstler und Ethnologe: über Michel Leiris (Frankfurt am Main: Fischer, 1992 [1981]). Albers widmet der deutschen Leiris-Rezeption ein eigenes Kapitel im „Prolog“ (77–123). Für die US-amerikanische Rezeption von Leiris scheint James Clifford tatsächlich ein zentraler Initiator zu sein. Die beiden Leiris-Übersetzer Lydia Davis und Richard Sieburth seien erst über Clifford mit Leiris in Berührung gekommen, so laut eigener Aussage während eines Podiumsgesprächs an der New York University, 9.11.2017 („The Ethnographer’s I: Michel Leiris in Translation“).
  5. James Clifford, „On Ethnographic Surrealism“ [1981], The Predicament of Culture: Twentieth-Century Ethnography, Literature, and Art (Cambridge und London: Harvard University Press, 1988), 117–51. Vgl. dazu aus heutiger Sicht Anja Schwanhäußer und Stefan Wellgraf, „From Ethnographic Surrealism to Surrealist Ethnographies“, Reconstruction 15, Nr. 3 (2015), http://reconstruction.eserver.org/Issues/153/Schwanhauber_Wellgraf.shtml.
  6. Writing Culture. The Poetics and Politics of Ethnography, hrsg. von James Clifford und George E. Marcus (Berkeley u.a.: University of California Press, 2010 [1986]).
  7. Unter dem Genre des „zweiten Buches“ fasst Debaene ethnographisch-autobiographische Berichte zusammen, in denen französische Ethnologen der Zwischenkriegszeit eine Rückschau auf ihre erste Feldforschung werfen, über die sie bereits zuvor eine Qualifikationsarbeit publiziert haben. Leiris ist hier ein Sonderfall, weil er das „zweite Buch“ L’Afrique fantôme als „erstes“, also noch vor seinen ethnologischen Studien veröffentlicht. Zu den zweiten Büchern zählt Debaene neben L’Afrique fantôme u. a. Marcel Griaules Les Flambeurs d’hommes (1934), Jacques Soustelles Mexique, terre indienne (1936), Maurice Leenhardts Gens de la Grande Terre (1937) und schließlich noch in der Nachkriegszeit Lévi-Strauss’ Tristes Tropiques (1955) und Georges Balandiers Afrique ambiguë (1957). Vgl. Vincent Debaene, L’adieu au voyage: l’ethnologie française entre science et littérature (Paris: Gallimard, 2010), 14–9, über Leiris: bes. 271–307. Der Verlag Plon richtet 1954 für solche „zweiten Bücher“ die Reihe „Terre humaine“ ein. Vgl. dazu Vincent Debaene, „La collection Terre humaine: dans et hors de la littérature“, Fabula: la recherche en littérature: atelier (1. März 2007), http://www.fabula.org/atelier.php?La_collection_Terre_humaine%3A_dans_et_hors_de_la_litt%26eacute%3Brature.
  8. So die Kapitelüberschriften bei Debaene, L’adieu au voyage.
  9. Wie bspw. – aufseiten der cultural anthropology – Clifford Geertz in seinen kritischen Klassikerlektüren, aber auch – aufseiten des literary criticism – Marianna Torgovnick in ihrer dekonstruierenden Leiris-Lektüre. Vgl. Clifford Geertz, Works and Lives: the Anthropologist as Author (Stanford: Stanford University Press, 1988) sowie Marianna Torgovnick, Gone Primitive: Savage Intellects, Modern Lives (Chicago/London: University of Chicago Press, 1990), hier 105–18.
  10. Vgl. Hans-Jürgen Heinrichs, „Exotismus und Ethnopoetik bei Michel Leiris“, Akzente 24, Nr. 3 (1977): 220–33.
  11. Marcus Hahn, Gottfried Benn und das Wissen der Moderne, 2 Bde. (Göttingen: Wallstein, 2011). Thematisch wäre Albers’ Buch allerdings besser noch einzureihen unter den weiteren aktuellen Publikationen der Leiris-Forschung, die sich zur Zeit recht rege zeigt: Leiris unlimited, hrsg. von Denis Hollier und Jean Jamin (Paris: CNRS, 2017); Sébastien Côté, L’ethnologie détournée: Carl Einstein, Michel Leiris et la revue Documents (Paris: Classiques Garnier, 2019); Rosa Eidelpes, Entgrenzung der Mimesis: Georges Bataille, Roger Caillois, Michel Leiris (Berlin: Kadmos, 2019); ferner Tim Watson, Culture Writing: Literature and Anthropology in the Midcentury Atlantic World (New York: Oxford University Press, 2018) und Justin Izzo, Experiments with Empire: Anthropology and Fiction in the French Atlantic (Durham: Duke University Press, im Erscheinen).

 

Ill.: melina 1965, Leiris & Co. Pablo Picasso, Petite fille sautant à la corde, Bronze d’après assemblage, 1950, Ombre, Flickr

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