Poetik und Hermeneutik: Anschluss an die verfemte Moderne

Notizen

Zum Band Poetik und Hermeneutik im Rückblick: Interviews mit Beteiligten, herausgegeben von Petra Boden und Rüdiger Zill (Fink, 2016), ISBN: 978-3-7705-6115-5

Ahlrich Meyer, „Herrschaftsfreie Diskussion, aber keine kritische Theorie“, Neue Zürcher Zeitung, 1. Februar 2017, Artikel im Volltext

Die Arbeitsgruppe «Poetik und Hermeneutik» war ein Zentrum der intellektuellen deutschen Nachkriegsgeschichte. Einige Teilnehmer blicken zurück: Teils mit Behagen, teils mit Beklemmung.

«Poetik und Hermeneutik» – unter diesem schillernden Titel fanden zwischen 1963 und 1994 regelmässig Kolloquien einer von Hans Robert Jauss, Hans Blumenberg, Wolfgang Iser und Clemens Heselhaus begründeten Forschungsgruppe statt; die Arbeitsergebnisse wurden in insgesamt siebzehn Tagungsbänden mit Textvorlagen, Diskussionsbeiträgen und Statements veröffentlicht. Die Thematik der Kolloquien lag im Schnittpunkt von Literaturwissenschaft und Philosophie, der Bezug auf die ästhetische Moderne war Programm, und durch Hinzuziehung anderer Fachrichtungen – zuvörderst der Geschichte, Kunstgeschichte und Linguistik – gewann die Gruppe ein Profil, das man heute «interdisziplinär» nennen würde.

Artikel im Volltext

Ill.: Abebooks

 

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