Beiheft in Vorb.: Autofiction (Hrsg. Cl. Jacobi, Chr. Ott u. L. Schönwälder)

Beihefte, Beiträge, Französisch, Italienisch, Spanisch

Claudia Jacobi, Christine Ott und Lena Schönwälder, Hrsg., Autofiktion zwischen Traditionsbezug und Skandalästhetik der Postmoderne = Autofiction – entre tradition littéraire et esthétique postmoderne du scandale = Autofiction – Between Literary Tradition and Postmodern Aesthetics of Scandal, Romanische Studien: Beihefte (München: AVM, in Vorb. für 2019). 

(Zusammenfassung s.u.)

Geplante Beiträge

Christine Ott (Frankfurt am Main), „Je suis Serge, je suis Michel, je ne suis pas Elena et plus Eddy: la posture autofictionnelle entre psychanalyse et sociologie“

Lena Schönwälder (Frankfurt am Main), „La résurrection de l’auteur: mécanismes de la provocation et du scandale littéraires“

Raffaello Rossi (Mailand), „Scandale moral et scandale social: du roman proustien aux autofictions contemporaines“

Claudia Gronemann (Mannheim), „L’autofiction et son effet direct sur le vécu: la réflexion sur les existences de papier dans Un homme de passage de Serge Doubrovsky“

Thomas Klinkert (Zürich), „Mise en scène autofictionnelle et esthétique du scandale chez Michel Houellebecq“

Davide Luglio (Paris), „Figuration de soi et vérité du scandale: enjeux autofictionnels dans Petrolio de P.P. Pasolini“

Andreas Gelz (Freiburg), „Annie Ernaux – ‚photobiographie‘ et scandale“

Sandra Issel-Dombert (Kassel), „Merci pour ce moment: le scandale politique entre peopolisation et autofiction“

Tobias Berneiser (Marburg), „Autofictional Autopsy, or Investigating the Death of the Author: Descobri que estava morto (2015) by João Paolo Cuenca“

Julia Fuchs (Frankfurt am Main), „Fiktionen des Ichs bei Silviano Santiago“

Frank Estelmann (Frankfurt am Main), „Serenade in I-major: Autofictional rule and serenity in Justo Navarro’s Finalmusik (2007)“

Claudia Jacobi (Bonn), „Il dio impossibile de Walter Siti: intertextualité dantesque et écriture du scandale“

Johannes Völz (Frankfurt am Main), „Autofictionality and the Transformation of the Private in the ‚New Sincerity‘“

Johannes Franzen (Bonn), „Eine Poetologie der Rücksichtslosigkeit: Maxim Biller und der radikale Realismus“

Klaus Schenk (Dortmund), „Glitzerworte und Overcoat: autofiktionale Strategien bei Christa Wolf“

 

Lit. Übersetzung

Serge Doubrovsky, Le livre brisé, dt. Übersetzung von Claudia Gronemann u. a.

 

Zum Sammelband

Autofiktion – zwischen literarischer Tradition und Skaldalästhetik der Postmoderne

Serge Doubrovsky prägte den Begriff Autofiktion 1977 als „fiction de faits et d’événements strictement réels“[1]. Dass dieser Neologismus von Anfang an stark polarisierte, wird bereits an den Titeln zahlreicher Publikationen aus den 1980er und 90er Jahren deutlich, die Autofiktion zum „Monstrous Writing“ (Ireland), „genre pas sérieux“ (Darrieussecq) bzw. „mauvais genre“ (Lecarme) erklären.[2] Die Kontroverse wurde auch durch den Genette-Schüler Vincent Colonna befeuert, der 2004 einen besonders weiten Autofiktionsbegriff vorlegte. Er rubrizierte jede Fiktionalisierung der eigenen Person und damit nahezu alle Texte, in denen sich ein Autor in seinem eigenen Werk inszeniert, unter dem Etikett autofiction.[3] Damit erfuhr Doubrovskys Neologismus eine radikale Erweiterung, die schnell in den Vorwurf mündete, alles Schreiben sei in gewisser Hinsicht „autobiographisch“ und ein Autor hinterlasse immer Spuren seiner eigenen Person und seines eigenen Lebens in seinen Texten.[4] Gegen eine solche Verwässerung des Begriffs wendet sich die Definition von Claudia Gronemann, die Autofiktion in ihrer Monographie Postmoderne/postkoloniale Formen der Autobiographie in der französischen und maghrebinischen Literatur (2002) als spezifisch postmodernes Phänomen erkennt, das bewusst althergebrachte Gattungsgrenzen dekonstruiert und dem Leser die „Unmöglichkeit der Autobiographie“ vor Augen führt.[5] In dem von Jörg Dünne und Christian Moser 2008 herausgegebenen Band Automedialität sowie in dem Band Autofiktion und Medienrealität – Kulturelle Formungen des postmodernen Subjekts (2013) wird der Begriff intermedial erweitert und als Diskursmodell verstanden, das auch in den Medien Film, Blog und Fotografie praktiziert wird.[6]

Die Rezeptionsgeschichte zeigt, dass autofiktionales Schreiben in den vergangenen Jahrzehnten von zahlreichen Autoren als Möglichkeit genutzt wurde, einerseits brisante Einblicke in ihr Leben zu geben, sich andererseits jedoch bei Bedarf auf einen nicht bestimmbaren „fiktionalen“ Anteil ihres Werks zu berufen. Diese grundlegenden Interferenzen zwischen Fiktionalem und Faktualem, scheinen die Autofiktion zur Darstellung von Skandalen zu prädestinieren: Walter Siti, der seine Autofiktion als „autoritratto di un mostro“ präsentiert und sich als Protagonist eingesteht, nur zu existieren, um Böses zu tun, besteht etwa in Scuola di nudo (1994) auf seiner Schuld an einem fahrlässigen Mord und seiner strafrechtlichen Verfolgbarkeit als Autor – obwohl er kurz zuvor gerade noch die Fiktionalität der Handlung betont hatte. Christine Angots Autofiktionen Marché des amants (2008) und Les petits (2011) führten tatsächlich zu strafrechtlichen Prozessen, in denen die Autorin zu einem hohen Entschädigungsgeld verurteilt wurde. Der vermeintliche Selbstmord von Doubrovskys Frau und Koautorin löste hingegen einen Presseskandal aus, in dem Doubrovsky von einigen Kritikern für den Tod seiner Frau verantwortlich gemacht wurde. Grund dafür war die Tatsache, dass er der verzweifelten Alkoholikerin im Manuskript von Le livre brisé (1989) schonungslos das Bild ihrer Depression und ihres übermäßigen Alkoholkonsums vor Augen geführt hatte.

Die ursprünglich als Reproduktion des Lebens verstandene Autobiographie hat in der Postmoderne offensichtlich eine Dynamik entwickelt, in der der Text selbst zum Motor realer Ereignisse wird und der Autor das Geschehen nicht mehr als intentionale Instanz steuert. Angesichts dieser Entwicklungen fragt sich Paul de Man, ob „wir nicht mit gleicher Berechtigung davon ausgehen können“, dass nicht nur das „Leben die Autobiographie hervorbringt“, sondern dass auch „das autobiographische Vorhaben seinerseits“ eine Rückwirkung auf das Leben des Autors haben kann.[7]

In seiner Monographie Senza trauma (2011) begründet Daniele Giglioli die Skandalästhetik der Autofiktion als Konsequenz ihres sozio-historischen Entstehungskontexts. Im Vergleich zu früheren Schriftstellergenerationen seien zeitgenössische Autoren nicht durch kollektive Traumata, wie etwa die Erfahrung des Zweiten Weltkriegs, geprägt. Sie sehen sich dadurch nahezu gezwungen, „Extremliteratur“ zu verfassen und anstößige Details zu erfinden, um ihr „Trauma der Absenz des Traumas” zu bewältigen.[8]

Walter Siti bevorzugt einen medientheoretischen bzw. kulturwissenschaftlichen Ansatz, indem er die Skandalästhetik der Autofiktion mit Debord zur Strategie erklärt, den Voyeurismus der heutigen Gesellschaft des Spektakels zu befriedigen. Die Gleichgültigkeit, die der Leser bei der Lektüre rein fiktionaler Texte empfinde, könne am besten durch skandalöse Einblicke in das Privatleben des Autors unterminiert werden[9]. Die Realität werde „soapisiert“ und durch die Wahl transgressiver Sujets und skandalöser Ereignisse zu einer Sensation verfälscht.[10] Siti deutet autofiktionale Skandal- und Schockstrategien somit als typische Symptome einer postmodernen bzw. hyperreellen Welt. Diese ist laut Baudrillard dadurch geprägt, dass „überall Formen des Realen und Referentiale“ injiziert werden, um davon abzulenken, dass es nicht mehr möglich ist, „die Realität vom Imaginären zu unterscheiden“. Die „Simulation“ habe das „Wahrheitsprinzip“ beseitigt.[11]

Ziel des Sammelbands ist es, anhand von möglichst breit gefächerten Beispielen der Autofiktion in den romanischen, germanischen und amerikanischen Literaturen, ein umfassendes Bild des Verhältnisses zwischen Autofiktion und Skandal zu zeichnen. Dabei soll der Konnex zwischen Autofiktion und Skandal aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht werden. Es soll insbesondere der Frage nachgegangen werden, was die genuin autofiktionale Skandalästhetik der Postmoderne ausmacht. Inwiefern unterscheidet sie sich von älteren Erscheinungsformen des Skandals in der Literatur? Welche epistemologischen, sozio-historischen und gesellschaftspolitischen Tendenzen nimmt sie auf? Wie ist sie aus kulturwissenschaftlicher Perspektive bzw. aus produktions- und rezeptionsästhetischer Sicht zu bewerten? Inwiefern kann die Autofiktion grundsätzlich als Auswuchs einer skandalsüchtigen Mediengesellschaft verstanden werden?

Im Sinne der Definition von Autofiktion als Diskursmodell sollen auch die „neuen Medien“ in unsere Überlegungen einbezogen werden. Während die Autobiographie laut Doubrovsky noch ein Privileg berühmter Persönlichkeiten war, kann heutzutage jeder sein Leben „autofiktionalisieren“. Dafür bietet das Internet mit rund 1,35 Milliarden Facebook-Profilen und 282 Millionen Blogs eine geeignete Plattform. Auf welche Weise artikuliert sich die autofiktionale Skandalästhetik im Internet? Können Termini der Autofiktionsforschung nützlich sein, um Skandale wie den durch Cybermobbing ausgelösten Selbstmord von Jugendlichen zu diskutieren?

Öffentliche Skandale werden nicht nur literarisch, sondern auch im Massenmedium Fernsehen aufgearbeitet. Das „autofiktionale“ Potential solcher Darstellungen gilt es aus intermedialer Perspektive zu untersuchen. Inwiefern bedient sich beispielsweise die Politikerin Marine le Pen in der öffentlichen Darstellung ihrer Privatsphäre, oder Valerie Trierweiler in der „faktualen“ Beschreibung ihres Lebens mit dem französischen Staatspräsidenten und seiner geheimen Liebesaffäre autofiktionaler Strategien? Inwiefern variieren diese Strategien, sofern sie vom Fernsehinterview auf die Autobiographie übertragen werden?

Die literaturhistorische und rezeptionstheoretische Perspektive dient als wichtiges Fundament für die Analyse zeitgenössischer Phänomene. Schließlich beziehen sich zahlreiche Autoren der Autofiktion explizit auf die großen Klassiker der Literaturgeschichte und erheben insbesondere Marcel Proust zum Wegbereiter und literarischen Vorbild ihres Werks[12]. Manchmal sind es noch ältere Vertreter der im weitesten Sinne „autobiographischen“ Tradition, wie Dante, der Erzpriester von Hita, Saint-Simon, Rousseau oder Chateaubriand, die von den Autoren als prominente Vorläufer der Autofiktion angesehen werden. Können Elemente ihres Werks als Vorläufer der postmodernen Skandalästhetik gesehen werden? Oder steht die Berufung auf den literarischen Kanon gar in einem Spannungsverhältnis zur tabubrechenden Skandalästhetik der Postmoderne?

Auswahlbibliographie

Alberca Serrano, Manuel: El pacto ambiguo. De la novela autobiográfica a la autoficción. Madrid: Biblioteca nueva 2007 (Estudios críticos de literatura, 30).

Bartl, Andrea / Kraus, Martin (Hg.): Skandalautoren. Zu repräsentativen Mustern literarischer Provokation und Aufsehen erregender Autorinszenierung. Bd 1. Würzburg: Königshausen & Neumann 2014 (Konnex 10, 1).

Bartl, Andrea / Kraus, Martin (Hg.): Skandalautoren. Zu repräsentativen Mustern literarischer Provokation und Aufsehen erregender Autorinszenierung. Bd 2. Würzburg: Königshausen & Neumann 2014 (Konnex 10, 2).

Baudrillard, Jean: Simulacres et simulation. Paris: Galilée 1981 (Débats).

Baudrillard, Jean: Les Stratégies fatales. Paris: Grasset 1983 (Figures).

Bulkow, Kristin / Petersen, Christer (Hg.): Skandale. Strukturen und Strategien öffentlicher Aufmerksamkeitserzeugung. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2011.

Burkhardt, Steffen: „Skandal, medialisierter Skandal, Medienskandal: Eine Typologie öffentlicher Empörung“. In: Kristin Bulkow / Christer Petersen (Hg.): Skandale. Strukturen und Strategien öffentlicher Aufmerksamkeitserzeugung. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissen-schaften 2011, S. 131–155.

Burkhardt, Steffen: Medienskandale. Zur moralischen Sprengkraft öffentlicher Diskurse. Köln: Halem 2006.

Casadei, Alberto: Stile e tradizione nel romanzo italiano contemporaneo. Bologna: Il Mulino 2007 (Saggi, 669).

Darrieusecq, Marie: „L’autofiction, un genre pas sérieux“. In: Poétique (107) 1996, S. 369–380.

Debord, Guy: La société du spectacle. Paris: Gallimard 1992.

Donnarumma, Raffaele: „Nuovi realismi e persistenze postmoderne: narratori italiani di oggi“. In: Allegoria 57 (2008), S. 26–54.

Doubrovsky, Serge / Lecarme, Jacques / Lejeune, Philippe (Hg.): Autofictions & Cie. Nanterre: Université Paris X, 1993 (RITM, 6).

Doubrovsky, Serge: „Autobiographie/Vérité/Psychanalyse“. In: L’Esprit Createur 20, 3 (1980), S. 87–97.

Dünne, Jörg / Moser, Christian: Automedialität: Subjektkonstitution in Schrift, Bild und neuen Medien. München: Fink 2008.

Finck, Almut: Autobiographisches Schreiben nach dem Ende der Autobiographie. Berlin: Schmidt 1999 (Geschlechterdifferenz & Literatur, 9).

Friedrich, Hans-Edwin: Literaturskandale. Frankfurt am Main / New York: Lang 2009.

Gasparini, Philippe: Autofiction. Une aventure du langage. Paris: Seuil 2008 (Poétique).

Gasparini, Philippe: Est-il je ? Roman autobiographique et autofiction. Paris: Seuil, 2004 (Poétique).

Gelz, Andreas: Postavantgardistische Ästhetik. Positionen der französischen und italienischen Gegenwartsliteratur. Berlin: De Gruyter 1996 (Communicatio, 13).

Giglioli, Daniele: Senza trauma. Scrittura dell’estremo e narrativa del nuovo millennio. Macerata: Quodlibet, 2011.

Grell, Isabelle / Genon, Arnaud: Cultures & Autofictions. Actes du colloque de juillet 2012. Lyon: Presses universitaires de Lyon 2015.

Grell, Isabelle: L’autofiction. Paris: Armand Colin 2014 (Lettres, 128).

Gronemann, Claudia, Postmoderne, postkoloniale Konzepte der Autobiographie in der französischen und maghrebinischen Literatur. Autofiction – Nouvelle Autobiographie – Double Autobiographie – Aventure du texte, Hildesheim / Zürich: Olms 2002.

Ireland, John: „Monstrous Writing: Serge Doubrovsky’s Autofiction“. In: Genre 26, 1 (1993), S. 1–11.

Jaccomard, Hélène: Lecteur et lecture dans l’autobiographie francaise contemporaine. Violette Leduc, Francoise d’Eaubonne, Serge Doubrovsky, Marguerite Yourcenar. Genève: Droz 1993 (Histoire des ideés et critique littéraire, 327).

Jacobi, Claudia : Proust dixit ? Réceptions de La Recherche dans l’autofiction de Serge Doubrovsky, Carmen Martín Gaite et Walter Siti. Göttingen : Vandenhoek&Ruprecht 2016.

Jacobi, Claudia: „Pas la madeleine, des miettes de madeleine – Entretien avec Serge Doubrovsky“. In: Lendemains – Études comparées sur la France 161, 41 (2016), S. 82-88.

Jacobi, Claudia: „Dall’impressionismo proustiano all’iperrealismo – Intervista a Walter Siti“. In: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 253, 1, (2016), S. 157-164.

Lecarme, Jacques: „L’Autofiction : un mauvais genre ?“. In: Serge Doubrovsky / Jacques Lecarme / Philippe Lejeune (Hg.): Autofictions & Cie. Nanterre: Université Paris X 1993 (RITM, 6), S. 227–249.

Lecarme, Jacques / Lecarme-Tabone, Éliane: L’ autobiographie. Paris: Armand Colin 1997.

Luglio, Davide: „Pantografare l’esperienza, ovvero il romanzo come smascheramento dell’autenticità“. In: Hanna Serkowska (Hg.): Finzione cronaca realtà. Scambi, intrecci e prospettive nella narrativa italiana contemporanea. Massa: Transeuropa 2011, S. 149–162.

Man, Paul de: „Autobiography as De-facement“. In: Modern Language Notes 94, 5 (1979), S. 919–930.

Neuhaus, Stefan / Holzner, Johann (Hg.): Literatur als Skandal. Fälle – Funktionen – Folgen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2007, S. 19–28.

Reiser, Frank: „Autobiographie an der Grenze postmoderner Praxis: Serge Doubrovsky“. In: Susanne Kollmann / Kathrin Schödel (Hg.): PostModerne De/Konstruktionen. Ethik, Politik und Kultur am Ende einer Epoche. Münster, Lit–Verlag, 2004 (Discursive productions), S. 215–227.

Siti, Walter: „Il ‚recitar vivendo‘ del ‚talk-show‘ televisvo“. In: Contemporanea 3 (2005), S. 73–79.

Siti, Walter: „Il romanzo come autobiografia di fatti non accaduti“. In: Narrativa 16 (1999), S. 109–115.

Schäfer, Christina: „Die Autofiktion zwischen Fakt und Fiktion“. In: Irina Rajewsky / Ulrike Schneider (Hg.): Im Zeichen der Fiktion Aspekte fiktionaler Rede aus historischer und systematischer Sicht. Festschrift für Klaus W. Hempfer zum 65. Geburtstag. Stuttgart: Franz Steiner 2008 (Romanistik), S. 299-326.

Toro, Alfonso de / Gronemann, Claudia (Hg.): Autobiographie revisited. Theorie und Praxis neuer autobiographischer Diskurse in der französischen, spanischen und lateinamerikanischen Literatur. Hildesheim / Zürich: Olms 2004.

Toro, Alfonso de: „La ‚nouvelle autobiographie‘ postmoderne ou l’impossibilité d’une histoire à la première personne : Robbe-Grillet ‚Le miroir qui revient‘ et Doubrovsky ‚Le livre brisé‘“. In: Alfonso de Toro / Claudia Gronemann (Hg.): Autobiographie revisited. Theorie und Praxis neuer autobiographischer Diskurse in der französischen, spanischen und lateinamerikanischen Literatur. Hildesheim / Zürich: Olms, 2004 (Passagen, 4), S. 79–113.

Vilain, Philippe: Défense de Narcisse. Paris: Grasset 2005.

Vilain, Philippe: L’Autofiction en théorie. Suivi de deux entretiens avec Philippe Sollers et Philippe Lejeune. Paris: éditions de la transparence 2009.

Wagner-Egelhaaf, Martina: „Autorschaft als Skandal. Matthäus – Pasolini – Stadler“. In: Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 84, 4 (2011), S. 585–615.

Wagner-Egelhaaf, Martina: Auto(r)fiktion. Literarische Verfahren der Selbstkonstruktion. Bielefeld: Aisthesis-Verlag 2013.

Weiser, Jutta / Ott, Christine (Hg.), Autofiktion und Medienrealität. Kulturelle Formungen des postmodernen Subjekts, Heidelberg: Winter 2013.

 

  1. Doubrovsky, Serge: Fils. Paris: Gallimard 2001 (Folio, 3554), S. 10.
  2. Vgl. Ireland, John: „Monstrous Writing: Serge Doubrovsky’s Autofiction“. In: Genre 26, 1 (1993), S. 1; Darrieusecq, Marie: „L’autofiction, un genre pas sérieux“. In: Poétique (107) 1996, S. 369; Lecarme, Jacques: „L’Autofiction : un mauvais genre ?“. In: Serge Doubrovsky / Jacques Lecarme / Philippe Lejeune (Hg.): Autofictions & Cie. Nanterre: Université Paris X 1993 (RITM, 6), S. 227.
  3. Colonna, Vincent: Autofiction et autres mythomanies littéraires. Auch: Tristram, 2004, S. 10 ff. 
  4. Vgl. z.B. Alberca Serrano, Manuel: El pacto ambiguo. De la novela autobiográfica a la autoficción. Madrid: Biblioteca nueva 2007 (Estudios críticos de literatura, 30), S. 54.
  5. Gronemann, Claudia: Postmoderne, postkoloniale Konzepte der Autobiographie in der französischen und maghrebinischen Literatur. Autofiction – Nouvelle Autobiographie – Double Autobiographie – Aventure du texte. Hildesheim / Zürich: Olms 2002, S. 65.
  6. Dünne, Jörg / Moser, Christian: Automedialität: Subjektkonstitution in Schrift, Bild und neuen Medien. München, Fink 2008, S. 7 ff; Weiser, Jutta / Ott, Christine (Hg.): Autofiktion und Medienrealität. Kulturelle Formungen des postmodernen Subjekts, Heidelberg: Winter 2013, S. 7 ff. 
  7. Man, Paul de: „Autobiography as De-facement“. In: Modern Language Notes 94, 5 (1979), S. 920. Aus dem Englischen übersetzt.
  8. Giglioli, Daniele: Senza trauma. Scrittura dell’estremo e narrativa del nuovo millennio. Macerata: Quodlibet, 2011, S. 13 ff.
  9. Vgl. Siti, Walter: „Il romanzo come autobiografia di fatti non accaduti“. In: Narrativa 16 (1999), S. 113.
  10. Vgl. Siti, Walter: „Il ‹ recitar vivendo › del ‹ talk-show › televisvo“. In: Contemporanea 3 (2005), S. 75 ff.
  11. Baudrillard, Jean: Les Stratégies fatales. Paris: Grasset 1983 (Figures), S. 36 ff.
  12. Vgl. Jacobi, Claudia: Proust dixit ? Réceptions de La Recherche dans l’autofiction de Serge Doubrovsky, Carmen Martín Gaite et Walter Siti. Göttingen: Vandenhoek&Ruprecht 2016.

 

Ill.: sellig drabas, autofiction 11

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